Historie statt Momentaufnahme
Öffentliche Krankenhausverzeichnisse bilden in der Regel einen bestimmten Datenstand ab. KlinikScanner verknüpft dagegen mehrere Jahresstände miteinander. Dadurch wird sichtbar, wie sich ein Standort entwickelt hat: Welche Angebote bestanden früher? Wann änderten sich Bettenzahlen, Fachbereiche oder Notfallstrukturen? Und wann wurde aus einer angekündigten Veränderung eine tatsächlich umgesetzte?
Auf der Hausseite entsteht daraus eine fortlaufende Historie des jeweiligen Standorts – ergänzt um dokumentierte Änderungen und recherchierte Ereignisse.
Notfallversorgung als Orientierung
Für die schnelle Einordnung unterscheiden wir die im Krankenhausverzeichnis geführten Standorte danach, ob sie an der gestuften Notfallversorgung und/oder an spezialisierten Formen der Notfallversorgung teilnehmen.
Diese Einteilung ist keine Qualitätsnote. Sie hilft vielmehr dabei, die strukturelle Bedeutung eines Hauses für die Versorgung einzuordnen.
Vier Kategorien der Versorgung
Die Reihenfolge beschreibt die strukturelle Bedeutung für eine breite und akute Krankenhausversorgung – von besonders umfassend bis weniger umfassend.
Kategorie 1
Gestufte + spezialisierte Notfallversorgung
Standorte mit breiter Grundstruktur und zusätzlichen spezialisierten Notfallangeboten.
Kategorie 2
Nur gestufte Notfallversorgung
Standorte, die die Voraussetzungen der gestuften Notfallversorgung erfüllen.
Kategorie 3
Nur spezialisierte Notfallversorgung
Standorte mit spezialisierten Versorgungsaufgaben ohne allgemeine gestufte Notfallversorgung.
Kategorie 4
Keine der beiden Formen
Einrichtungen ohne ausgewiesene Teilnahme an den beiden betrachteten Notfallversorgungsformen.
Was verstehen wir unter einem Krankenhaus?
KlinikScanner verwendet für die Darstellung eine eigene, versorgungsorientierte Einordnung. Sie ersetzt keine gesetzliche Definition.
Klassisches Krankenhaus im Verständnis von KlinikScanner
Als vollwertiges Krankenhaus ordnen wir einen Standort insbesondere dann ein, wenn er mindestens die Voraussetzungen der Basisnotfallversorgung erfüllt. Dazu gehören typischerweise stationäre Angebote der Allgemeinen Inneren Medizin und der Chirurgie sowie die notwendige intensivmedizinische Struktur.
Wichtig: Die Zahl der Intensivbetten liegt in den von uns als offizielle Datenbasis verwendeten Krankenhausverzeichnissen des Statistischen Bundesamtes nicht immer vollständig oder eindeutig vor. Der dort ausgewiesene Notfallversorgungsstatus ist deshalb ein in unseren Augen deutlicherer und wichtigerer Hinweis darauf, dass die entsprechenden strukturellen Voraussetzungen erfüllt werden.
Warum die Bezeichnung allein nicht genügt
Begriffe wie „Klinik“, „Zentrum“ oder „Krankenhaus“ werden in Namen sehr unterschiedlich verwendet. KlinikScanner betrachtet deshalb nicht nur den Namen, sondern auch Fachbereiche, Betten, Notfallversorgung und den zeitlichen Verlauf.
Krankenhaus, MVZ oder sektorenübergreifende Versorgung?
Die Versorgungsformen erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Für KlinikScanner ist entscheidend, welche stationären und notfallmedizinischen Strukturen tatsächlich vorhanden sind.
KrankenhausBreite stationäre Versorgung
- stationäre Behandlung über mehrere Fachbereiche
- Notfallversorgung als wesentliches Strukturmerkmal
- in unserem Modell mindestens Basisnotfallversorgung für die klassische Krankenhaus-Einordnung
MVZMedizinisches Versorgungszentrum
- überwiegend ambulante medizinische Versorgung
- mehrere ärztliche Fachrichtungen können gebündelt sein
- kein klassischer vollstationärer Krankenhausbetrieb erforderlich
SüVSektorenübergreifende Versorgung
- verbindet ambulante und bestimmte stationäre Leistungen
- kann frühere Krankenhausstandorte teilweise weiter nutzen
- ist nicht automatisch mit einem klassischen vollversorgenden Krankenhaus gleichzusetzen
Vom Erklären zum Arbeiten mit den Daten
Für Bürgerinitiativen und andere Engagierte gibt es einen eigenen Bereich mit Hinweisen zur Recherche, zu Aktionsformen und zur Nutzung der KlinikScanner-Daten.
Infos für Initiativen →